Archiv für Januar 2010

Praktikum nach Wahl!

Anbei eine E-Mail, die ein Mitglied unserer Gruppe an den Fachbereich geschickt hat!

Guten Tag,

Auf Ihrem Merkblatt zu den praktischen Studienzeiten findet sich der Satz „Ist eine Meldung in Hessen beabsichtigt, sind praktische Studienzeiten nach Maßgabe der §§ 9 Abs. 1 Nr. 3 JAG, § 2 JAO durch die regelmäßige Teilnahme an einem Gerichtspraktikum, einem Verwaltungspraktikum und einem Wahlpraktikum von jeweils einem Monat Dauer in der vorlesungsfreien Zeit abzuleisten.“

Da das Gesetz sich nicht über die Art der Praktika (bei Gericht, in der Verwaltung etc.) äußert, habe ich soeben per Telefon beim Justizprüfungsamt nachgefragt. Diese meinten, dass lediglich ein Gerichtspraktikum zwingend sei und die beiden anderen Praktika als Wahlpraktikum frei wählbar in der Verwaltung oder bei einem/einer VolljuristIn abgeleistet werden können (selbstredend unter den für Wahlpraktika einzuhaltenden Bedingungen). Ein Verwaltungspraktikum ist damit nicht zwingend vorausgesetzt, wie es Ihr Merkblatt jedoch zu verstehen gibt.

Daher würde ich Sie bitten – um kommende Studierenden-Generationen nicht zu verwirren oder sie ohne Grund in ihrer Praktika-Wahl einzuschränken – die unglückliche Formulierung zu ändern.

Vielen Dank & freundliche Grüße
(Name anonymisiert)

Uni gehört allen! Aufruf zur Demo am 30.01.2010 in Frankfurt

+++ 30.01.2010 ab 14 Uhr: Treffpunkt Bockenheimer Warte (Uni Campus Bockenheim)+++

Die Ausrichtung aller Lebensbereiche auf ihre Verwertbarkeit verschärft sich. Flankiert wird diese Entwicklung durch autoritäre Maßnahmen und die Kriminalisierung sozialer Widerstände. Stechuhren, Hartz IV, Ausbildungsplatzmangel, Exzellenzinitiativen, Selektion an Schulen und Hochschulen, Abschiebungen und „blue cards“ nur für „hochqualifizierte“ Migrant_innen, all das sind nur einige Kennzeichen einer ausgrenzenden Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der nicht die Menschen und ihre Bedürfnisse, sondern ihre Verwertbarkeit im Mittelpunkt steht.

Die Frankfurter Stiftungsuniversität kann hierfür als eine der Pioniere gelten. Studierende besetzten dort Ende November eines der Gebäude der Goethe-Uni, das regelmäßig an Konzerne vermietet wird. Sie wollten dort Raum und Zeit für eine kritische Auseinandersetzung schaffen. Am 02.12.2009 wurde dieser studentische Protest gewaltsam durch die Polizei beendet. Seitdem herrscht Ausnahmezustand an der Frankfurter Universität: Kritischen Studierenden drohen die Zwangsexmatrikulation und Strafverfahren, immer wieder patrouilliert Polizei auf dem Campus und der Universitätsbetrieb wurde mehrfach durch Aussperrungen lahm gelegt.

Auch in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kommt es immer öfter zu sozialen Konflikten. Arbeiter_innen, Azubis, Schüler_innen, Studierende, von Abschiebung Bedrohte, Erwerbslose und andere gehen auf die Straße. Dabei verweisen all diese Proteste auf die Möglichkeit einer gemeinsame Forderung: Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich nach den Menschen zu richten, nicht nach Profitinteressen. Die Organisierung der Gesellschaft muss von den Menschen selbst bestimmt sein. Um wirklich etwas zu verändern, müssen wir genau dies als gemeinsames Ziel formulieren und erkämpfen.

Statt den kürzenden, ausschließenden, überwachenden Staat um Hilfe anzurufen, müssen wir gemeinsam auf die Straße gehen und dafür kämpfen, dass die Schule unsere Schule, die Uni die Uni aller, die gesellschaftliche Produktion nach den Bedürfnissen aller – das Leben ein selbstbestimmtes Leben sein soll. Die Uni gehört Allen! Für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben! Unser Leben in unsere Hände! Für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche!

Homepage: unigehoertallen

Der Jingle zur Demo

Bildungsstreik

Stellungnahme: Änderungen an der Studien- und Prüfungsordnung im Fachbereich 01 – Rechtswissenschaften

Zur Zeit sind Änderungen an der Studien- und Prüfungsordnung geplant. Am nächsten Mittwoch, dem 27.1.2010 wird der Fachbereichsrat über Änderungen an der Prüfungsordnung diskutieren und abstimmen. Zunächst fällt auf, dass keine der geplanten Änderungen im Internet frei einsehbar ist; ob das ein Versäumnis oder eine gewollte Strategie ist, sei mal dahingestellt. Es zeugt jedenfalls nicht von einer Bereitschaft zur Transparenz.

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