Rechtstheoretischer Workshop „Zur Kritik des Rechts“

Flyer: Zur Kritik des Rechts, 11.09.2013

Workshop zur kritischen Rechtstheorie mit Daniel Loick

11.09.2013, 10-17 Uhr
Institut für Sozialforschung, Raum I
Senckenberganlage 26, Frankfurt-Westend

Das Recht erscheint in unserer Gesellschaft als rationelles Instrument zur Bewältigung von Konflikten. Tatsächlich ist das Recht selbst ein Moment der Herrschaft. Mit dem Recht wird der gesellschaftliche Status Quo abgesichert und das Recht produziert eine spezifische Wissensordnung, die es Nicht-Jurist_innen nur schwer erlaubt, die Sprache des Rechts zu verstehen. Eine Kritik an gesellschaftlichen Zuständen muss daher immer mit einer Kritik des Rechts einhergehen. Da ein solcher Blick auf das Recht im Jura-Studium allzuoft zu kurz kommt, soll dieser Workshop die Möglichkeit bieten, sich mit grundlegenden Perspektiven der Rechtskritik auseinanderzusetzen.

Im ersten Teil des Workshops wird eine gemeinsame Textlektüre von grundlegenden Schriften zur Kritik des Rechts stattfinden. Wir wollen uns hier gemeinsam die wesentlichen Aspekte der Rechtskritik am Beispiel des Textes „Zur Judenfrage“ von Karl Marx aneignen. Der zweite Teil des Workshops erläutert die theoretischen Anschlüsse an Marx und zeigt, wie heutzutage das Recht kritisiert wird.

Der Workshop steht allen frei, auch Studierende aus anderen Fachbereichen sind gerne gesehen.

Zur besseren Planung des Workshops bitten wir um eine kurze Anmeldung mit Namen und Studiengang an akj-frankfurt[ät]gmx.de

Daniel Loick ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie an der Goethe-Universität. Seine Doktorarbeit mit dem Titel „Kritik der Souveränität“ (2012 erschienen im Campus Verlag) beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Recht und Gewalt. In Fortführung der Rechtskritik Walter Benjamins geht Daniel Loick der Frage nach, warum es überhaupt einer gewaltvollen Durchsetzung des Rechts bedarf. Sein aktuelles Forschungsinteresse gilt den Auswirkungen rechtlicher Regulation auf das Subjekt.

Mit freundlicher Förderung des Projektrats der Universität Frankfurt am Main