Veranstaltungen

Semesterprogramm SoSe 2015

AKJ Frankfurt Semesterprogramm SoSe 2015

Auch dieses Sommersemester haben wir ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch und gute Diskussionen!

Fester Gruppentermin:
jeden Dienstag, 20 Uhr, Studierendenhaus, Erdgeschoss (Raum neben der Pforte)

AKJ BARABEND
20.05.2015, 20 Uhr, Cafe KoZ
entspannter Kennenlernabend für alle Interessierten

ZWEIGESCHLECHTIGKEIT DES RECHTSSTAATS
27.05.2015, 18 Uhr, RuW 3.101
Vortrag und Diskussion mit Friederike Boll

VORBESPRECHUNG ZUM GRUPPENPRAKTIKUM
28.05.2015, 16 Uhr, RuW 1.101
Infos und Verteilung der Praktikumsplätze für die Praktika im August 2015.

JURA OHNE ANGST
03.06.2015, 18 Uhr, Café „Anna Blume“ (IG 0.154)
Anleitung zu einem angstfreien Studium

URHEBERRECHT
06.06.2015, 18 Uhr, HZ 13
Diskussion mit Julia Reda, MdEP (Piraten)

ALTERNATIVEN ZUR STRAFJUSTIZ
10.06.2015, 19 Uhr, Café KoZ
Diskussion mit Prof. Mechtild Nagel (SUNY Courtland), Dr. Franzsika Dübgen (Uni Göttingen) und Prof. Klaus Günter (Uni Frankfurt)
In Zusammenarbeit mit der „knas[] – Initiative für den Rückbau von Gefängnissen
Facebook: http://www.facebook.com/events/1576416312639752/

SOMMERKONGRESS KRITISCHER JURAGRUPPEN
12.-14.06.2015, Berlin
Gastgeber*in: akj FU Berlin
Infos: http://kritjur.spline.de/?cat=14

EXAMEN OHNE KOMMERZIELLES REPITITORIUM
04.07.2015, 11-16 Uhr, RuW 2.102
Workshop zur Examensvorbereitung
In Zusammenarbeit mit dem Unirep der Goethe Uni Frankfurt

Der NSU, der Verfassungsschutz und der Münchner Prozess – eine Geschichte über Deutschland

Diskussionsveranstaltung mit Alexander Kienzle (Strafverteidiger aus Hamburg und einer der Anwält*innen der Familie Yozgat im NSU-Prozess in München)

Am Samstag 24. Januar 2015 ab 18 Uhr im Festsaal des Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim

Seit kurzer Zeit gibt es auch in Hessen einen Untersuchungssausschuss zum „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU). Hessen spielt eine Schlüsselrolle bei den Ermittlungen, wie es zu der beispiellosen Mordserie an zehn Menschen kommen konnte. In Kassel wurde am 6. April 2006 Halit Yozgat ermordert, einer der letzten Morde in der Serie des NSU. Zugleich war während der Ermordung der Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes Andreas Temme zugegen, der bis heute über seine Rolle am Tatort abstruse Ausreden vorbringt und die Aufklärung verhindert.

All diese Vorfälle verdeutlichen, dass über den NSU-Komplex bislang nur ein Bruchteil bekannt ist. Wir möchten mit dem Strafverteidiger Alexander Kienzle, der im NSU Prozess in München die Familie von Halit Yozgat vertritt, das Verhältnis des NSU und des Verfassungsschutzes sowie deren Ausdruck im NSU-Prozess diskutieren. Dabei stehen u.a. folgende Fragen im Raum: Welche staatlichen Strukturen haben dazu geführt, dass der NSU über Jahre hinweg relativ unbehelligt eine Mordserie planen und durchführen konnte? Welche spezifische Rolle im NSU-Komplex spielt Hessen? Wie sind die bisherigen Zeugenaussagen von Andreas Temme zu bewerten? Welchen Beitrag zur Aufklärung kann ein Gerichtsprozess überhaupt leisten? Wie ist die Verteidigung durch die Anwält*innen von Beate Zschäpe einzuschätzen? Welche Folgen sind aus der NSU-Mordserie zu ziehen?

Veranstaltet vom arbeitskreis kritischer jurist_innen (akj), NSU-Watch Hessen und dem AStA der Universität Frankfurt am Main

Ist Armut strafbar? Ein Vortrag über Schuld und Schulden, Gefängnis und Gefängniskritik

Am 21.1.2015 lädt der AKJ Frankfurt zu einer Diskussion über Schuld und Schulden, Gefängnis und Gefängniskritik mit KNAS [ ], der Initiative für den Rückbau von Gefängnissen (http://entknastung.org/), ein.
Die Veranstaltung findet um 19 Uhr im Raum 1.101 des Gebäudes für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften (RuW) an der Uni Frankfurt statt.

Welche Schuld wird im Gefängnis abgegolten? Was verspricht man sich vom Ein- und Aussperren? Und in welchen Fällen lässt sich der Freiheitsentzug überhaupt rechtfertigen? Die Haftstrafe gilt als unhinterfragte Antwort – doch Antwort worauf? Im Gefängnis soll die Schuld eingestanden und alles wieder schön gerade gerückt werden…

Die Realität der Gefängnisse sieht jedoch anders aus. Das Gefängnis verfehlt nicht nur den eigenen Anspruch der Resozialisierung, sondern beweist geradezu seine gesellschaftliche Dysfunktionalität. Dennoch besitzt das Gefängnissystem eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz und politische Rechtfertigung, die den problematischen Zusammenhang von Schuld und Haftstrafe unhinterfragt lässt.
Am Beispiel der sogenannten Ersatzfreiheitsstrafe zeigt sich die Problematik besonders drastisch. Diese wird meist dann verhängt, wenn gerichtliche Geldstrafen nicht bezahlt werden können. Doch wer wandert auf diesem Weg am Ende ins Gefängnis? Wie lange und wie oft? Die Ersatzfreiheitsstrafe ist Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Verkettung von Schuld und Schulden, die sich verschärft hat und die es zu durchbrechen gilt.

Das Semesterprogramm wird vom Projektrat der Uni Frankfurt finanziell unterstützt.

BAKJ Wintertreffen

Der akj organisiert nach dem Sommerkongress nun auch das Wintertreffen für den Bundesarbeitskreis kritischer Juragruppen.

Bisheriges Programm:

Freitag, 12.12.2014

bis 19:00 Uhr: Anreise

ab 19:00 Uhr: Vorstellungsrunde/Orga Kongress

ab 20:00 Uhr: Diskussionsrunde 25 Jahre Bundesarbeitskreis kritischer Juragruppen, mit Helmut Pollähne (Strafverteidiger aus Bremen) und Marei Pelzer (PRO ASYL), organisiert von den Kritischen Jurist_innen Hamburg und finanziell unterstützt von der Holtfort-Stiftung

danach: Barabend

Samstag, 13.12.2014

10:00 – 12:30 Uhr: Workshopphase I – Bisherige Workshops
- Prozessbeobachtung (Hamburgs Aktive Jurastudierende)
- Zum Verhältnis von Staat/Recht und Geschlecht (akj Frankfurt/Main)
- Klagen auf Entschädigung – Klagen gegen Deutschland (akj Frankfurt/Main)
- Zum Verhältnis von Politischem Aktivismus und juristischer Laufbahn (Kritische Jurist_innen Leipzig)

12:30 Uhr: Mittagessen

14:00 Uhr: voraussichtlich Führung durch das Klapperfeld

15:00 – 17:30 Uhr: Workshopphase II – Bisherige Workshops
- Ausbildungskritik (Kritische Jurist_innen Hamburg)
- Gefängniskritik (Initiative Entknastung)
- Menschenrechtskritik bei Marx (akj Frankfurt am Main)

17:30 – 19:00 Uhr: Pause und Abendessen

ab 19:00 Uhr: BAKJ Vernetzungstreffen, Vorstellung der akj Gruppen

ab 21:00 Uhr: Party

Sonntag, 14.12.2014

11:00 Uhr: Zwischen Straflust und Repression – Zur Kritik der populistischen Kriminologie, mit Prof. Dr. Helga Cremer-Schäfer (Universität Frankfurt am Main und Mitautorin des gleichnamigen Buches)

12:30 Uhr: BAKJ Plenum und Mittagessen sowie Abreise/Aufräumen

Fußballfans – die neuen Staatsfeinde?

Zeit: 1. Dezember 2014 um 18 Uhr, Ort: Casino 1.802 (IG-Farben Campus)

Am 1. Dezember veranstaltet der arbeitskreis kritischer jurist_innen (akj) eine Diskussionsveranstaltung zu staatlicher Repression gegen Fußballfans.

Die Fußballfanszene ist seit jeher im Fokus staatlicher Sicherheitsbehörden. Die Polizei nutzt das Fußballstadion und den Anreiseweg zu Spielen als Experimentierfeld für Repressionen. Ob Aufenthaltsverbote, Ausreiseverbote, Stadionverbote, Gefährderansprachen oder Hausdurchsuchungen – sobald es um Fußballfans geht scheinen grundrechtliche Selbstverständlichkeiten in Frage gestellt.

Wir wollen auf der Diskussionsveranstaltung die reiche Palette an strafrechtlichen, verwaltungsrechtlichen, zivilrechtlichen und verfassungsrechtlichen Fragen erörtern, die weit über den Fußballbereich hinaus Auswirkungen haben und von rechtspolitischem Interesse sind. Nach einem kurzen Inputvortrag und einer anschließenden Podiumsdiskussion, wird es auch die Möglichkeit geben aus dem Publikum heraus Fragen zu stellen oder Diskussionsbeiträge einzubringen.

Mit: Rechtsanwältin Waltraut Verleih (Frankfurt am Main), Prof. Dr. Matthias Jahn (Goethe-Universität und Richter am OLG Frankfurt am Main), Stephan von Ploetz (Fanprojekt Louisa)

Das Semesterprogramm wird vom Projektrat der Uni Frankfurt finanziell unterstützt.

Examen ohne Rep Workshop

Jahr für Jahr fällt bundesweit fast ein Drittel aller Jurastudierenden durch das Staatsexamen. Zeitgleich boomt der Markt für kommerzielle
Repetitorien. Der Eindruck entsteht, dass man das Staatsexamen nur bestehen kann, wenn man mehrere hundert Euro oder sogar noch mehr investiert – sei es durch den Besuch von Repetitorien oder durch die Anschaffung teurer Skripte. Aberwie kann es auch anders gehen?

Immer wieder bereiten sich Jurastudierende ohne kommerzielle Repetitorien oder mit einer Mischung aus selbstorganisiertem Lernen und Repetitorium vor. Manche alleine, manche zusammen mit anderen in Lerngruppen.

Zusammen mit den Examen-ohne-Rep-Absolvent_innen Jana Gawlas, Maximilian Pichl und Cara Röhner t veranstalten wir zusammen mit dem UniRep einen Workshop, der auf viele Fragen rund um das Staatsexamen Antworten liefern soll.
» Wie gründet man eine Lerngruppe?
»Wie erstellt man einen Lernplan für das Staatsexamen?
» Welche alternativen Lernmethoden gibt es?
» Wie lassen sich Unirep und selbstorgani- siertes Lernen sinnvoll verbinden?
» Wie kann man mit einem kritischen Blick das Staatsexamen bewältigen, ohne sich vollkommen der „herrschenden Meinung“ anzupassen?

Der Workshop ist dabei nicht nur für kommende Examenskandidat_innen interessant, sondern für alle Studierenden, die ihr Studium in die eigenen Hände nehmen wollen.

Wir bitten zur besseren Vorbereitung um eine Anmeldung unter Nennung des Namens und des Semesters an: akj-frankfurt@gmx.de

Semesterprogramm WiSe 2014/2015

Im diesjährigen Semester haben wir als Themenschwerpunkt Strafrechtskritik. Hierzu gibt es wieder viele Veranstaltungen und wir freuen uns über Euer kommen.

Veranstaltungen WiSe 2014/2015

Mittwoch, 5.11.2014
Barabend – Vorstellung für Interessierte am AKJ, ab 20 Uhr im Cafè Koz, Studierendenhaus Campus Bockenheim

Montag, 01.12.2014
Fußballfans – die neuen Staatsfeinde? Mit Rechtsanwältin Waltraut Verleih, Prof. Dr. Matthias Jahn (Universität Frankfurt am Main) und Stephan von Ploetz (Fanprojekt Louisa), ab 18 Uhr im Casino 1.802 (IG Farben Campus)

Mittwoch, 03.12.2014
I got the shotgun – Recht und Popkultur, Vortrag von Maximilian Pichl im Rahmen der Veranstaltungsreihe des AK Kritische Theorie, ab 18 Uhr, NG 1.1741a (Nebengebäude IG Farben Haus)

Samstag, 06.12.2014
Workshop: Examen ohne Rep, von 11 Uhr bis 16 Uhr im Raum RuW 3.101

Mittwoch, 08.12.2014
Strafrechtskritik – Eine Einführung, ab 18 Uhr im Raum RuW 4.101

Freitag bis Sonntag, 12. bis 14. Dezember
Open Space Vernetzungstreffen des Bundesarbeitskreis kritischer Juragruppen, im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld Frankfurt am Main

Mittwoch, 21.01.2014
Entknastung – Vortrag zur Gefängniskritik, mit der Initiative Entknastung, ab 19 Uhr im Raum RuW 1.101

März 2015, genaues Datum wird noch bekanntgegeben
Seminar: Menschenrechtspraxis mit dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) aus Berlin.

Das Semesterprogramm wird vom Projektrat der Uni Frankfurt finanziell unterstützt.

Semesterflyer

Autonome Rechtswissenschaft?

Am 18. Juni fand am Fachbereich Rechtswissenschaft der Tag der Rechtspolitik statt. Dieses Jahr ging es um die Frage, inwieweit die Rechtswissenschaft unter den Bedingungen der neuen Stiftungsuniversität noch autonom ist. Zudem wurde der seit ein paar Jahren am Fachbereich schwelende Streit um das House of Finance diskutiert. Hierzu hatte der Bremer Jura-Professor Andreas Fischer-Lescano einen kontroversen Beitrag in den Blättern geschrieben und der akj Frankfurt wurde für die FAZ befragt.

Wir dokumentieren im Folgenden, den Beitrag den wir bei der Diskussion auf dem Podium verlesen haben und wünschen uns eine weitere kritische und konstruktive Debatte am Fachbereich.

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